Zucht

 

Bevor man beschließt zu züchten, sollte man sich überlegen: Wohin mit dem Nachwuchs?So süß die Babys auch sind, sie wollen doch gut untergebracht sein. In einer Zoohandlung können sie im schlechtesten Fall ein Schicksal als Schlangenfutter erleiden. Da die durchschnittlichste Wurfstärke 7 - 10 Junge beträgt und die Tragzeit die kürzeste bei den Säugetieren ist, sie beträgt gerade mal 16 Tage, muss man sich rechtzeitig um geeignete Abnehmer kümmern.

Auch muss man wissen, dass es leider nicht allzu ungewöhnlich ist, wenn die Mutter ihre eigenen Junge auffrisst ( Kannibalismus ). Es kann aus Eiweißmangel geschehen, wenn sie noch zu jung ist ( Weibchen sollten mindestens 5 Monate alt sein ), durch Stress oder wenn ein Junges sehr schwächlich ist. Diese Kapitel wir leider nirgendwo erwähnt, kann aber Kinder völlig überfordern.

Hat man sich zur Zucht entschlossen, gibt es einiges zu beachten: Auf jeden Fall braucht man viel Platz, den als erstes müssen zusätzliche Käfige angeschafft werden. Für die spätere Geschlechtertrennung.

Paarung

Man setzt immer das Weibchen zum Männchen und niemals umgekehrt. Weibchen sind nämlich nur jeden vierten oder fünften Tag brünstig, also überhaupt paarungsbereit. an den anderen Tagen beißen sie das Männchen energisch weg. Ihre Aufgabe ist es deshalb, bereitzustehen, und wenn es zum Fall eines Falles kommt, sofort eingreifen und trennen Sie die beiden, bevor das Männchen zu viele Bisse abbekommt.

Werbung und Paaarung

Die Verständigung der beiden Partner erfolgt über die Duftsignale. Wird das Weibchen zum Männchen gesetzt, markiert es mit einem Sekret aus dem Geschlechtsorgan, das es fest auf dem Boden preßt. Der Geruch dieser Sekretionen ist verschieden, je nachdem, ob das Weibchen brünstig ist oder nicht. Das Männchen ( der Bock ) versteht dieses Zeichen sofort. Hat er "grünes Licht", beginnt er mit der Werbung. Er leckt der Hamsterdame Kopf und Ohren, stupst sie mit der Nase an und streichelt ihr die Hinterbacken. Nacheinander legen sich beide auf den Rücken und lassen sich vom Partner Bauch und Genitalien beschnuppern. Dazwischen läuft das Weibchen immer wieder davon, als wolle es so das Paarungsvorspiel in die Länge ziehen. Sehr weit entfernt die Dame sich jedoch nicht, der Boch kann meist bequem folgen, wobei er seine Nase an die Flankendrüse des Weibchens hält. Schließlich versucht das Männchen, mit der Schnauze das kleine Hinterteil der Hamsterin hochzustoßen, bis sie stehenbleibt, steif und mit durchgebogenem Rücken. Nun kann das Männchen aufreiten. Nach der Paarung löst sich die Starre, und das Weibchen fordert den Hamstermann mit Nasenstübern zu neuen Aktivitäten auf. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals, bis das Weibchen genug hat. Wenn es das Männchen dann abwehrt, müssen Sie die beiden wieder trennen.

Tragzeit ist Schonzeit

Sie werden schon bald merken, ob die Paarung erfolgreich war. Weniger am zunehmenden Leibesumfang, was für Ungeübte schwer zu erkennen ist, als am veränderten Verhalten des Weibchens. Es hamstert auffallend viel, wühlt im Nest und trägt geschäftig Nistmaterial aus und ein. Es ist ganz offensichtich bemüht, alles frisch und weich auszupolstern. Erscheint ihm das Schlafhäuschen zu klein, baut es sich ein Extra Wurfnest außerhalb ( Meine Weibchen bauen ihre Nester außerhalb des Häuschens, es kommt ganz selten vor, das sie ihre Nester im Haus bauen ). Manche Weibchen sind in dieser Zeit nervöser und schreckhafter als sonst.

Was Sie während der Tragzeit beachten sollten:

Für genügend frisches Nistmaterial sorgen

( Als Nistmaterial eigent sich folgenes: Gutes Wiesen oder Kräuterheu, Baumwolleinstreu, zerrissene Taschentücher ohne Parfüm, bitte KEINE Hamsterwatte )

Besonders ruhig und freundlich mit dem Tier umgehen.

Nicht hochnehmen !!!

Ernährung vitamin- und eiweißreicher gestalten

Zwei Tage vor dem Geburtstermin die Urinecke säubern, dananch das Tier vollkommen in Ruhe lassen, nur füttern.

Der ersehnte Tag ist da

Sicher warten Sie mit Spannungauf das große Ereignis und wären am liebsten bei der Geburt der kleinen Knopfaugen dabei. Bitte verzichten Sie darauf ! Die Mutter darf während des Geburtsvorgangs und auch in den ersten Stunden danach nicht gestört werden. Daß ihre Hamsterin geworfen hat, merken Sie meist daran, daß sie sich nicht zur gewohnten Zeit aus dem Nest kommt.

Kurz vor der Geburt kann man beobachten, dass die Hamsterdame nervös wird und versucht, ihren Halter vom Nest zu vertreiben. Die eigentliche Geburt kann man nur selten mitzuerleben, schließlich werden die Hamster Babys meistens nachts geboren. Dabei bekommt der Hamster jedes Baby im Sitzen. Dies kann schon etwas lÙ„nger dauern, schließlich wird jedes einzelne Junge von der Mutter in Empfang genommen, abgenabelt, von der Eihaut befreit und trocken geleckt. So werden die Jungen nicht nur gesäubert, sondern es findet auch eine Anregung der Blutzirkulation und des Kreislaufes statt. Nicht selten stellen Mutter und Kind so die erste Bindung her und die Mutter nimmt den Geruch ihres Babys auf.

Charakteristisch für den Mittelhamster ist, dass dieser 4-10 Welpen bekommt. Während und nach der Geburt darf die Mutter nicht gestört werden und man sollte den Käfig erst dann wieder sauber machen, wenn die Babys das Nest selbstständig verlassen. Wer jetzt nicht für die nötige Ruhe sorgt, riskiert, dass die Mutter gestört und aggressiv wird und dann sogar ihre Babys auffrisst. Sobald man beobachtet, dass die Hamster Babys ihr Nest verlassen, muss man alle beweglichen Spielsachen aus dem Gehege entfernen, da die Babys sonst hinfallen könnten.

Hamster Babys sind ab dem 20. bis 22. Tag vollkommen selbstsändig. Nun sind sie dazu in der Lage, sich selbst zu putzen und Futter aufzunehmen. Die Mutter säugt die Babys zwar nicht mehr, trotzdem sollten diese nicht sofort von ihr getrennt werden. Schließlich können die Kinder von der Mutter das hamstertypische Sozialverhalten lernen und bekommen außerdem beigebracht, was gefressen werden kann. Nach 32-42 Tagen sind Goldhamster geschlechtsreif, weswegen man die Tiere bereits ab dem 32. Lebenstag nach Geschlechtern trennen sollte. Bei einem kleinen Wurf und dann, wenn die Tiere schon weit entwickelt sind, kann man die Trennung auch schon ab dem 25. Tag einleiten.

Es empfiehlt sich jedoch, bereits dann, wenn man weiß, dass man Hamster Nachwuchs erwartet, Ausschau nach einem liebevollen Zuhause zu halten. Schließlich verdient es jeder Hamster, ein liebevolles Zuhause zu haben, in welchem er gerne aufgenommen wird.